Tamri ist die Versicherung für flache Tage. Wenn die Points leblos sind, tut Tamri meist etwas, weil er völlig offen zum Atlantik liegt.
Warum er Swell fängt
Der Strand schaut direkt ins Swell-Fenster, ohne Landzunge, die Energie filtert. So verwandelt er kleinen, entfernten Swell in fahrbare Wellen, wenn geschützte Spots nichts sehen. Genau deshalb steht er auf unserer Liste.
Dieselbe Exponiertheit arbeitet an großen Tagen gegen ihn, wenn er zu einem schweren, zumachenden Beachbreak wird, an dem niemand Freude hat.
Ausnahmsweise Linkswellen
Diese Küste wird von Rechten beherrscht. Tamri ist einer der wenigen lokalen Breaks, der verlässlich auch Linke bietet, was für Goofy-Footer eine Erleichterung ist, die eine Woche lang an jeder Point backside gefahren sind.
Das Windproblem
Tamri ist nicht nur dem Swell, sondern auch dem Wind ausgesetzt, und die Onshore-Brise kommt hier früher und härter als weiter südlich. Eine um acht saubere Session kann um elf unfahrbar sein. Ein Tamri-Ausflug bedeutet Aufbruch kurz nach dem Frühstück.
Strömungen
Die Exponiertheit, die die Wellen erzeugt, erzeugt auch Strömungen, besonders bei Größe und um Niedrigwasser. Sie zeigen sich meist als dunklere Rinnen mit weniger Schaum. Erwischt dich eine, paddel parallel zum Strand quer heraus, statt geradeaus dagegen anzukämpfen.
Den Ausflug lohnenswert machen
Rund vierzig Minuten je Strecke, also plane einen halben Tag ein. Nimm Wasser mit; die Infrastruktur ist minimal. Im Tal dahinter wachsen Bananen, und die Stände auf dem Rückweg gehören zu den besten dieser Küste.
